Jung und gut
ROBERT FRANCIS
Hätte man es vor einigen Jahren schon für möglich gehalten, dass nach den 80ern und 90ern mit ihrem Glitzer-Techno-Synthie-Beat-Sounds wieder hausgemachte und erdige Klampfenmusik die Charts beherrschen werden? Wohl eher nicht…

Denn in Zeiten, in denen selbst gestandene Punkrocker sich die Akustik-Gitarre umhängen und ruhige Töne anschlagen, erlebt das für die 60er und vor allem 70er Jahre so typische Singer/Songwriter Genre eine Art Renaissance. Musiker wie Jason Mraz, Jack Johnson, James Blunt oder Milow gehören mit ihren gediegenen, aber recht modernen Singer/Songwriter Interpretationen zu den Größen des heutigen Musikbusiness. Mit Robert Francis kommt nun der nächste dieser jungen Wilden. Der Sunnyboy aus Kalifornien verquirlt dabei sehr gekonnt Blues, Country, Folk und Roots-Rock und hat mit "Junebug" sogar schon einen kleinen Radiohit vorzuweisen. Dabei sind es besonders seine heisere Bariton-Stimme, sein melodisches Fingerpicking und seine klaren Arrangements, die Robert Francis zu einem absoluten Ausnahmekünstler machen. Und wenn in einem Jahr die nächste junge Singer/Songwriter Hoffnung am Horizont auftaucht, dann gehört Robert Francis sicherlich schon zu den Großen und wird als Referenz herangezogen. Hundert pro!